Funktionsprinzip
Das zu trennende Kunststoffgemisch wird aus einem Vorratsbehälter
über einen Vibrationsförderer in die tribo-elektrische Aufladeeinheit
gegeben. Unterschiedliche Kunststoffe werden darin stoffspezifisch
verschieden, d.h. selektiv elektrostatisch aufgeladen, d.h., sie
nehmen eine positive oder negative Ladung an.
Nach der Aufladung wird die Kunststoffmischung in eine mit Hochspannung
arbeitende Separationseinrichtung gegeben.
Die aufgeladene Mischung passiert ein Elektrodensystem, wo die verschiedenen
Kunststofffraktionen entsprechend ihrer Polarität elektrostatisch in die
Einzelfraktionen getrennt werden.
Damit man ein optimales Trennergebnis erhält, müssen die zu separierenden Kunststoffmischungen wie folgt beschaffen sein:
- Mischung aus Nichtleitern
- Idealerweise Zwei-Komponenten-Mischung
- Unterschiedliches "triboelektrisches" Aufladungsverhalten
- Trockenes Material
- Komplett aufgeschlossenes Material (keine Materialverbunde)
- Staubfreies Material
- Teilchengröße zwischen 2 und 10 mm
Wichtiger Vorteil ist, dass triboelektrische Separatoren
- unabhängig vom spezifischen Gewicht
- unabhängig von der Farbe
- unabhängig von der Kornform funktionieren.
Die triboelektrische Aufladung
"Herzstück" des Elektrostatischen Separators und spezielles hamos Know-how ist die triboelektrische Aufladeeinheit. In Ihr erfolgt die stoffspezifische, selektive elektrostatische Aufladung der Kunststoffe.
Dazu werden die ursprünglich neutralen Kunststoffteilchen miteinander in Kontakt
gebracht. Dies kann durch Reibung oder Impuls erfolgen.
Im Augenblick des Kontakts dieser 2 Teilchen springt z.B. ein Elektron von einem Kunststoff A zum anderen Kunststoff B.
Werden die Kunststoffpartikel nun wieder schnell voneinander getrennt, kann das Elektron nicht mehr zum Kunststoff A zurück und verbleibt deshalb auf dem Kunststoff B.
Der Kunststoff mit Elektronenüberschuß B wird deshalb negativ, der Kunststoff A mit Elektronenmangel positiv geladen.
Durch Modifikationen an der Aufladeeinheit ist es möglich, ohne weiteres auch
verschiedene Kunststoffe nacheinander zu separieren.
Man kann also beispielsweise mit ein und derselben Maschine PET/PVC und danach ABS/PMMA oder PE/PP separieren.

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